Irres Torfestival ohne Happy End

Im letzten Heimspiel vor den Playoffs mussten sich die Innsbrucker Haie in einer „Chaos-Party“ den Bullen aus Salzburg mit 7:9 geschlagen geben.

„Wir sind ein starkes Team Zuhause. Und dessen ist sich Salzburg auch bewusst. Wir müssen mit diesem Selbstvertrauen dann auch auftreten.“ Die Worte von Haie-Headcoach Rob Pallin waren noch kaum verklungen, da drehte Salzburg-Crack Schiechl jubelnd ab. Nach drei Minuten leuchtete ein bitterer 0:2-Rückstand von der Anzeigetafel. Die Haie hatten den Start komplett verschlafen und sahen sich binnen 17 Sekunden mit einem 0:2 konfrontiert. Es dauerte in der Folge auch einige Minuten ehe die Hausherren erste Akzente setzen und diesen Schock verdauen konnten. Doch mit dem Tor zum 1:2-Anschlusstreffer zündeten die Tiroler die gewohnte Heimparty. Binnen drei Minuten drehten Andrew Clark (2) und Ondrej Sedivy noch im ersten Drittel die Partie und verwandelten die Tiroler Wasserkraftarena in ein Tollhaus. Wie so oft in diesem Jahr zeigten die Innsbrucker starke Moral und kämpften sich in eine Spiel zurück. Die Führung hatte dann auch in der ersten Pause Bestand.  

Die Tiroler nahmen diesen Schwung auch in den zweiten Abschnitt mit und drückten weiter aufs Tempo. Die Belohnung folgte dann in Minute 27: nach einem schnellen Konter stellte Daniel Mitterdorder in Unterzahl auf 4:2. Von Vorentscheidung sollte aber keine Rede sein, denn die Salzburger hatten postwenden die passende Antwort parat. Nur wenige Augenblicke später verkürzte Hochkofler erneut. Mit dem bis dato schönsten Treffer der Partie jubelten die Haie nach 40 Minuten durch Spurgeon über eine 5:5-Pausenführung.

Im Schlussabschnitt sollten sich die Ereignisse dann überschlagen. Salzburg kam wie die Feuerwehr aus der Kabine und drehte die Partie binnen sechs Minuten. Trattnig hämmerte die Scheibe zum 6:5 ins Netz (49.). Das Momentum schien nun klar auf Seiten der Gäste doch die Innsbrucker antworteten erneut. Sedivy schnürte den Doppelpack nur zwei Minuten später zum 6:6-Ausgleich. Als Austin Smith mit einem Wahnsinns-Tor das Spiel nur eine Minute später erneut auf den Kopf stellte, tobte die Halle. Nun schien ein Sieg der Haie in greifbarer Nähe doch in den letzten drei Minuten kam alles ganz anders. Thomas, Welser und Hughes setzten die Schlusspunkte in einem irren Spiel. Am Ende setzte es für die Innsbrucker Haie eine 7:9-Niederlage gegen die Bullen aus Salzburg.

 

 

HC TWK Innsbruck – Red Bull Salzburg          7:9 (3:2, 2:1, 2:6)

Tore: Clark (14., 18./pp), Sedivy (15./pp, 51.), Mitterdorfer (27./sh), Spurgeon (34.), Smith (52.) bzw. Olson (3.), Schiechl (3.), Hochkofler (28.), Flood (43.), Rauchenwald (43.), Trattnig (49.), Thomas (58.), Welser (59.), Hughes (60.).
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