Denkwürdiger Abend ohne Happy End!

Die Innsbrucker Haie mussten sich in einem denkwürdigen Spiel den Vienna Capitals in der dritten Overtime mit 3:4 geschlagen geben!

„Wir müssen bereit sein. In jeder Sekunde gilt es den Kampf gegen die Capitals anzunehmen. Nur so werden wir eine Chance haben.“ Haie-Headcoach gab einen einfachen wie auch schweren Gameplan für das zweite Viertelfinalspiel gegen Wien aus. Wie sehr seine Mannschaft diesen aber verinnerlichte zeigte sich bereits nach sechs Sekunden. Florian Pedevilla checkte Rotter in die Bande und die Scheibe brach. 45 Minute dauerte die Unterbrechung, das Spiel ging also zurück zum Start. Den besseren Beginn erwischten dann aber die Gäste. Tessier brachte die Capitals im Powerplay früh in Führung. Der Nackenschlag zeigte aber nicht lange Wirkung, die Haie kämpften sich mit unglaublicher Leidenschaft zurück in die Partie. Der Lohn folgte, nach einer vergebenen Chance durch Bishop, in Person von Andrew Clark. Nach einem Traumpass von Austin Smith war der Haie-Stürmer zur Stelle. Und nun brannten die Tiroler im verbleibenden Startabschnitt ein wahres Feuerwerk ab. Mario Lamoureux stellte im Bruder-Duell gegen Jean Philippe früh auf 2:0 und brachte die Innsbrucker zur ersten Pause sogar mit 3:1 in Front. Die Halle tobte.

Im zweiten Abschnitt entwickelte sich dann ein Kampf auf Biegen und Brechen, die Gäste aus Wien übernahmen nun das Kommando und verkürzten abermals im Powerplay auf 2:3. Doch auch die Gastgeber versteckten sich nicht und hatten durch Bishop und Sedivy zwei tolle Möglichkeiten. Die Playoff-Zeit begeisterte die vielen Fans im Haifischbecken auf ganzer Linie. Trotz guter Momente auf beiden Seiten blieb es nach 40 Minuten bei der knappen 3:2-Führung der Innsbrucker.

Im Schlussabschnitt wurde die Spannung dann noch weiter nach oben getrieben, beide Teams kämpften um jeden Zentimeter. Es war Leidenschaft pur. Die Capitals durften dann in doppelter Überzahl über den 3:3-Ausgleich jubeln. Topstar Holzapfel war zur Stelle. In der Folge wogte die Partie dann hin und her, einen Sieger gab es nach 60 Minuten aber nicht. Es ging in die Verlängerung.

Und es sollte nicht die einzige Overtime an diesem Abend sein. Vielmehr wurden die Zuschauer Zeugen eines denkwürdigen Spieles in der Tiroler Wasserkraftarena. Auf beiden Seiten gab es zunächst gute Einschussmöglichkeiten mit leichten Vorteilen für die Tiroler. Tyler Spurgeon scheiterte mit einem Schuss an die Latte. Auf der anderen Seite hatte Tessier bei einem Breakaway Pech. Und so ging es in die zweite Overtime.

Nun hatten dann die Gäste Vorteile mit tollen Möglichkeiten. Doch auch hier wartete man auf einen Sieger vergebens. Das Momentum schwappte hin und her.

Die dritte Verlängerung brachte dann die endgültige Entscheidung. Vause traf aus dem Slot zum 4:3 für die Hauptstädter und verpasste den Haien damit eine ganz bittere Niederlage.

Es war ein Abend der keinen Verlierer verdiente.

 

HC TWK Innsbruck – Vienna Capitals            3:4 n.V. (3:1, 0:1, 0:1, 0:1)

Tore: Clark (9.), Lamoureux (11./sh, 16./pp2) bzw. Tessier (5./pp), Holzapfel (25./pp, 48./pp2), Vause (104.)

 

Stand in der Viertelfinalserie (best of seven)         0:2


Haie laden zur Weihnachtsfeier!
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