Schlagabtausch ohne Happy End

Die Innsbrucker Haie mussten sich nach einem sehenswerten Schlagabtausch gegen Red Bull Salzburg mit 5:8 geschlagen geben.

Mehr Hockey geht nicht. Eine volle Hütte, Westderby und eine rassige sowie hitzige Partie. Der Sonntags-Schlager in der Erste Bank Eishockeyliga hielt was es versprach. Mit dem ersten Bully war richtig viel los im Haifischbecken. Zunächst sank der Lärmpegel aber gegen Null, denn nach nicht einmal zehn Minuten jubelten die Salzburger über eine komfortable 2:0-Führung. In dieser Höhe zwar nicht verdient, aber Realität. Die Haie zeigten sich in der Abwehr unkonzentriert und sahen sich auch mit effektiven Bullen konfrontiert. Aber die Innsbrucker zeigten Moral und schlugen ihrerseits postwendend zurück. Andrew Clark stocherte die Scheibe backhand über die Linie – 1:2. Nun wechselte das Momentum wieder auf Seiten der Tiroler. Spätestens nach dem herrlichen Treffer von Jeremie Blain nur wenige Minuten später hieß es wieder zurück auf Null. Vier Tore in nur 14 Minuten – Wahnsinn. Beide Teams blieben aber auf dem Gaspedal und spielten weiter munter drauf los. Nachdem John Lammers die große Möglichkeit auf die Führung ausließ, jubelten wieder die Bullen. Raffl staubte im Powerplay ab. 2:3 aus Sicht der Haie nach 20 Minuten – durchschnaufen.    

Der Mittelabschnitt startete aber einmal mehr mit dem vollen Programm. Wieder im Powerplay sorgten die Haie für Jubelstimmung. Andrew Yogan mit dem Onetimer ins Glück. Die Freude währte aber wieder nicht lange – John Hughes stocherte die Scheibe zum 4:3 über die Linie. Damit war der Arbeitstag von Patrik Nechvatal dann auch vorbei, Rene Swette kam stattdessen. Und die Innsbrucker legten in diesem irren Schlagabtausch weiter nach. Andrew Yogan mit schnürte aus einem Konter den Doppelpack – 4:4. Und eben dieser Yogan sollte an diesem Abend alle in den Schatten stellen. Nach einer Traumkombination im Powerplay war die Nummer Zwölf der Tiroler wieder zur Stelle und setzte die Scheibe zum 5:4 in die Maschen! Die Halle stand Kopf. Doch dieses Spiel hatte noch keine Vorentscheidung parat. Nach einem abgefälschten Schuss von Hochkofler war die Partie erneut ausgeglichen.

Spannung war für das Schlussdrittel zu erwarten doch dieses Spiel startete erneut eine Wendung. Und dieses Mal sollten sich die Bullen die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Mit drei Toren in den letzten 20 Minuten machten die Gäste den Sack zu und fügten den Haien die zweite Heimniederlage zu.

 

HC TWK  Innsbruck – Red Bull Salzburg                  5:8 (2:3, 3:2, 0:3)

Tore: Clark (12./pp), Blain (14.), Yogan (21./pp, 27., 30./pp) bzw. Harris (6.), Duncan (11., 53.), Raffl (19./pp), Hughes (27./pp), Hochkofler (33.), Heinrich (41.), Mueller (44.).


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